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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 163 mal aufgerufen
 Stories & Fantasie
Toby Shine ( gelöscht )
Beiträge:

20.02.2015 07:59
Story: Das bin ich Zitat · antworten

Die Zeit ist gekommen. Ich kann es nicht länger verbergen oder verheimlichen. Es muss raus.
Heute.
Der Stoff liegt in meiner Hand. Zart und glatt. Sein besonderer Geruch steigt mir in die Nase. Ich kann ihn nicht beschreiben, aber jeder Atemzug steigert meine Erregung. Jede Berührung ist wie ein Blitz der mein Verlangen vergrößert, endlich den Stoff über zu ziehen.
In der Wohnung ist es still. Svea ist noch nicht vom Einkauf zurück.
Ich stehe nackt vor dem Spiegel und betrachte meinen Körper. Natürlich bin ich kein Adonis, aber an den richtigen Stellen sind Muskeln zu sehen und das freut mich. Mein Blick fällt wieder zurück auf meine Hand in der der blaue glänzende Stoff liegt. Ich werde ihn jeden Moment überziehen und auf meiner Haut spüren. Bereits jetzt bin ich hart, noch ehe ich ihn an habe.
Den Badeanzug.
Er ist ein Traum aus Stoff. Hochgeschlossen mit Rückenreissverschluss. Mit beiden Händen halte ich ihn vor mich, lasse ihn dann sanft über mein Glied streichen und werde sofort noch härter.
Ich will hinein schlüpfen. Jetzt. Was für ein Gefühl. So glatt und weich. Ich steige zuerst mit dem linken Bein hinein. Dann das Rechte. Langsam ziehe ich den Stoff nach oben bis über meinen Hintern. Jetzt wird es etwas eng. Ich ziehe den Stoff weiter über meinen Bauch. Für einen kurzen Moment erfasst mich die erste Kühle des Materials und sendet mir die gewisse Vorfreude. Schnell ziehe ich den Stoff weiter, stecke meine Arme nacheinander durch die Aussparung und schiebe den Stoff über die Schultern. Jetzt fühle ich dieses himmlische Korsett, das mich einengt. Mein Körper hat seine richtige Verpackung bekommen. Etwas nervös tanzen meine Finger bereits über die bespannten Körperstellen, natürlich auch über den Schritt. Wie kleine Blitz nehmen meine Finger jede Berührung, jede Reibung auf und senden das Gefühl an meinen Verstand.
Ja, das ist richtig so. So soll es ein.
Ich betrachte für einen langen Augenblick mein Spiegelbild, bevor ich den Rückenreissverschluss nach oben ziehe.
Die zweite Haut umspannt mich wie eine schützende Hülle.
Ich bin bereit.
Dachte ich. Leider geht mir das letzte Gespräch mit Svea über Badeanzüge nicht mehr auf dem Kopf. Wir hatten am Pool im Garten gesessen und ich hatte ihren schwarzen Badeanzug bewundert. Irgendwie kamen wir natürlich auch wieder auf das Thema Spandex und meine Vorlieben. In diesem Zusammenhang hatte erwähnt, sie könne es nicht ertragen, wenn Männer Frauenkleider trugen. Ein Mann im Badeanzug ging gar nicht, sagte sie. Ich hingegen erklärte ihr, dass seit Erfindung des Badeanzuges auch Männer dieses Kleidungsstück in der Öffentlichkeit getragen haben. Svea sah mich danach nur kurz an und meinte: „ Wir haben das Jahr 2013 und kein Mann wird sich das mehr erlauben.“
Was die Öffentlichkeit betraf hatte sie sicher Recht, dachte ich. Ich blickte auf ihren Körper und dachte plötzlich an unser Schlafzimmer. Dort gab es andere Möglichkeiten. Svea musste nur mitmachen wollen. Aber das Gespräch war beendet.
Das war vor drei Tagen.
Ich sah wieder auf mein Spiegelbild und spürte, wie mich die Kraft verließ.
Svea war noch immer nicht vom Einkauf zurück. Irgendwo piepte mein Handy. Ich ging ins Wohnzimmer, fand das Telefon auf dem Couchtisch und sah erwartungsvoll auf das kleine Display. Eine Nachricht von Svea. Sie hatte in der Stadt zufällig eine Freundin getroffen und sich mit ihr verquatscht. Diese Zufälle kenn ich. Gut das ich nicht dabei war. Die beiden wollten gemeinsam weiter shoppen gehen.
Das konnte natürlich dauern.
Etwas enttäuscht legte ich das Handy zurück auf den Tisch und ging wieder ins Schlafzimmer. Vor dem Spiegel betrachtete ich mich nochmals und zog dann langsam den Badeanzug wieder aus. Hoffentlich hätte ich den Mut, Svea morgen gegenüber zu treten.
Ich zog mir stattdessen eine Badehose an und ging hinaus in den Garten. Es war kurz nach neunzehn Uhr und draußen war es immer noch ziemlich warm. Der kleine Swimmingpool auf der Wiese, bot jetzt eine prima Abkühlung. Ich hätte sicher noch an die zwei Stunden Zeit, vermutet ich. Im lauwarmen Wasser aalend, kam mir plötzlich eine Idee. Wieso verplemperte ich meine Zeit in der Badehose, wenn ich stattdessen auch den Badeanzug überziehen könnte. Es wäre doch die Gelegenheit ihn im Wasser auszuprobieren, zumal ich schon lange nicht mehr in einem so schönen Stück geschwommen war.
Kurzerhand stieg ich aus dem Pool und lief zurück ins Haus. Minuten später stand ich im Badeanzug am Pool und sah auf mein Spiegelbild auf der Wasseroberfläche.
Junge, du siehst gut aus, sagte ich mir leise und ließ mich dann in das kühle Nass gleiten. Das Gefühl war herrlich. Es umgab mich, wie die plötzliche Freiheit nach einem Gefängnisaufenthalt. So kam es mir vor. Ich atmete tief durch und schwamm einige Bahnen. Der Badeanzug fühlte sich wundervoll auf meinem Körper an. Das Wasser umschmeichelte mich während ich in langen Zügen hindurchglitt. Das Element und ich wurden ein.
Meine Gedanken gingen auf Wanderschaft, als mich ein plötzlicher Knall zurück in die Realität riss. Die Terrassentür! Eine fröhliche Stimme rief zu mir herüber: „Timo, ich bin wieder zurück.“
Svea hatte also endlich ihren Einkauf beendet. Sehr schön.
Doch ihr nächster Satz verwirrte mich total. Sie rief: „Süßer, bist du im Pool? Ich habe Carmen mitgebracht. Wir kommen gleich zu dir.“
Ich erstarrte in der Bewegung.
Nein, das habe ich jetzt nicht gehört. Niemals.
Svea hatte Carmen mitgebracht? Das mich meine Freundin jetzt überraschte war schon schlimm genug, aber das sie Carmen dabei hatte ließ mit fast das Herz stehen. Carmen war eine unbeschreibliche Person. Sie war größer als Svea, unglaublich schön und ziemlich intelligent. Wir hatten uns bisher nur wenige male gesehen, aber in ihrer Nähe hatte ich immer das Gefühl, sie würde auf mich herabsehen wie auf einen kleinen Wurm. Zwar hatte ich nie Anlass, das zu denken, aber sie gab mir das Gefühl von Unterlegenheit. Sie umgab außerdem eine gewisse Kühle, die mich trotzdem irgendwie faszinierte.
Ich strich diese Gedanken schnell bei Seite.
Um Himmels willen. Was sollte ich denn jetzt machen? So konnte ich den beiden nicht unter die Augen treten!
Mein Angstgetriebe im Kopf begann zu rattern. Jede Zelle meines Körpers signalisierte Alarm.
Ich schwamm schnell an den Beckenrand und überlegte fieberhaft was ich machen könnte. Sollte ich den Badeanzug ausziehen und mich besser nackt erwischen lassen? Oder wäre es besser, ich behielt den Anzug einfach an?
Nein, absolut undenkbar! Bei Svea hätte ich es vielleicht machen können, aber nicht bei Carmen.
Vielleicht schaffte ich es ja noch aus dem Pool zu kommen und hinter die Büsche zu verschwinden. Sicher konnte ich dann durch die Beete zurück ins Haus schleichen. Einen Versuch war es wert. Kurzentschlossen stieß ich mich vom Beckenrand in Richtung Treppe ab.
„Wir sind da!“ trällerte plötzlich die fröhliche Stimme meiner Freundin hinter mir.
Noch ehe ich reagieren konnte schoben sich zwei Gesichter über den Pool Rand.
Verdammt, sie haben mich erwischt! Jetzt gab es kein Zurück mehr.
Svea`s Blick schien zu Eis zu gefrieren, als sie mich erblickte. In ihren Augen lag eine Mischung von Überraschung und Entsetzen.
Ich schluckte und sah unsicher zu Carmen.
Diese hingegen, strich eine schwarze Locke aus dem Gesicht und sah mich mit ihren kohlschwarzen Augen interessiert an. Sie zeigte kein Anzeichen einer Regung.
Gott, wie peinlich. Ich wollte jetzt im Boden versinken.
Für unendlich lange Sekunden betrachteten mich beide wie einen Fisch im Aquarium. Svea wirkte verwirrt, Carmen hingegen legte einen Finger an die Lippen und verzog amüsiert den Mundwinkel.
Erst jetzt fiel mir auf, dass beide Schwimmsachen an hatten. Svea steckte in einem dunkelbraunen Badeanzug mit Glitzereinlagen und Carmen hatte einen sportlichen Bikini an.
Die Zeit drehte sich unendlich langsam.
Dann erhob sich Svea plötzlich. Sie deutet mit der Hand auf mich. „Wie kannst du nur!“ platze sie heraus und lief zurück ins Haus.
Carmens Blick klebte förmlich an meinem Körper. Sie blieb noch einen Augenblick stehen, bevor sie sich dann mit einem schelmischen Grinsen von mir abwandte und Svea ins Haus folgte.
Verdammter Mist!
Was sollte ich denn jetzt machen?
____________________________________
Liebe Leser, was meint Ihr, sollte es weiter gehen?

Glänzende Grüße

Toby Shine

Nicki Little Offline




Beiträge: 814

21.02.2015 06:56
#2 RE: Story: Das bin ich Zitat · antworten

das soll es also gewesen sein? abgesehen davon vielleicht, dass ich ihr etwas verheimlicht hatte. aber das denke ich ist eines der Geheimnisse die doch erlaubt sein sollten. ich bin mir sicher, Seva hat auch das ein oder andere kleine "geheimnis" vor mir. es störte mich aber nie, und stört mich auch jetzt noch nicht. um eifersüchtig zu sein, wie ein verliebter Teenager bin ich schlicht zu alt. und wenn sie schon mal mit dem ein oder anderen Freund oder Bekannten was essen war oder so. so lange sie nicht weiter ging, ist doch alles im Lot.

nun lag ich da also auf der Couch, verbannt aus dem Schlafzimmer wegen eines "vergehens" das aus meiner Sicht betrachtet ja garnicht soooo schlimm war. schlafen konnte ich nicht wirklich weil meine Gedanken die ganze Zeit dazwischen hin und her schwankten, wie ich diesen Riss kitten konnte und ob es nicht vielleicht besser wäre, die Beziehung zu Seva abzuschreiben und was Neues zu beginnen. eines steht jedenfalls fest. wieder zurück zum Anfang, also einfach so zu tun, als wäre die Sache mit dem Badeanzug nie gewesen, das kommt für mich nicht in Frage.

mitten in mein Gedankenkarusell plazte eine SMS. sie war von Carmen. woher hatte sie bloß meine Nummer? "wenn du mal Lust hast zu reden..." stand drin. in dem Moment fiel mir wieder ein, wie sie sich die Locke aus dem Gesicht gestrichen hat und mich danach ansah. ich konnte zwar nicht die kleinste Regung erkennen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie nicht angewiedert war. eher viellicht im Gegenteil. aber das kann ich nur rausfinden, in dem ich den nächsten Schritt wage.

abgeleknkt von meinen Sorgen musste ich plötzlich nur noch an Carmen denken und merkte wie sich da unten was tut. schließlich nickte ich dann doch ein, und träumte sehr plastisch von dem Ereignis. nur Seva war nicht da. das musste doch was heißen. Als ich dann mornges aufgewacht war, musste ich feststellen, dass sich bei mir was entladen hatte. das war mir das letzte mal passiert, als ich 14 war oder so.

jetzt ist es klar, ich MUSS auf Carmens SMS antworten. das ist ein Zeichen. aber leider ist da keine SMS von ihr. eigendlich gibt es jetzt nur 2 Optionen. entweder hat Carmen die SMS gesehen und gelöscht. oder die SMS an sich war ebenfalls Teil meines Traumes.

ich bin irgendwie total verwirrt, wie soll ich das jetzt raus finden?

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so, nun bin ich mal gespannt, wie's weiter geht :-)

auf www.kway-nicki.de gibts jetzt Puzzles... viel spass :) - Nicki

peter5886 Offline

Admin


Beiträge: 1.078

23.02.2015 12:43
#3 RE: Story: Das bin ich Zitat · antworten

Ich stand auf und ging durch den Flur zum Bad. Svea kam gerade heraus. Ich sagte Guten Morgen, aber sie schaute mich nur kurz mit gleichgültiger Miene und ohne etwas zu sagen an und ging in die Küche. Diese Reaktion gefiel mir nicht, aber ich hielt es für unpassend hier zwischen Tür und Angel eine Diskussion anzufangen und ging ins Bad, um mich frisch zu machen.
Als ich später in die Küche ging, stellte ich fest, dass Svea Brötchen geholt und den Küchentisch gedeckt hatte. Sie hatte sogar Kaffee in meine Kaffeetasse eingeschenkt. Wie passt das nun zusammen? Ich dachte, Svea wäre sauer!

Ich setzte mich an meinen Platz, war aber nicht fähig mit dem Frühstück anzufangen. Svea holte noch Marmelade und Butter aus dem Kühlschrank, stellte beides auf den Tisch, setzte sich und fing an, ein Sesambrötchen aufzuschneiden – alles ohne mich anzusehen.
„Hast du keinen Hunger?“ fragte sie schließlich, ohne aufzublicken. Zögernd nahm ich ein Mohnbrötchen aus dem Korb. Während Svea ihre Brötchenhälften mit Butter bestrich und mit Kochschinken und Salami belegte, sagte sie (immer noch ohne aufzublicken) leicht vorwurfsvoll:
„Timo, wir haben das Thema doch vor vier Tagen durchgekaut.“
„Ich hatte gehofft, dass du deine Meinung noch mal ändern würdest“, sagte ich etwas kleinlaut. Nun blickte Svea mich endlich an und sagte:
„Ich hoffe, dass dir die Nacht auf der Couch eine Lehre war!“
Sie ging gar nicht auf das Thema ein!
„Siehst du nicht ein, dass das total peinlich ist? Du bist doch ein Mann“, sagte sie dann. Da ich keinen Streit anfangen wollte, entschloss ich mich in die Defensive zu gehen:
„OK! Es wird nicht wieder vorkommen!“

Nach dem Frühstück gingen wir zur Arbeit. Eigentlich wollte ich noch fragen, was Carmen zu der Sache gesagt hatte, aber ich war froh, dass es so glimpflich ausgegangen war, und wollte vermeiden, dass Svea nun auch noch denken würde, dass ich Gefühle für Carmen entwickelt hätte. Allerdings konnte ich nicht abstreiten, dass Carmen mir seit gestern nicht mehr aus dem Kopf ging.
Während der Mittagspause besuchte ich mit meinem Smartphone Sveas Facebook-Seite, um in ihrer Freundesliste nach Carmen zu suchen, und ich fand sie. Ich überlegte, ob ich ihr eine Freundschaftsanfrage schicken sollte, tat das dann aber doch nicht, weil Svea das ja sofort sehen würde. Ich entschloss mich, ihr nur eine PN zu schicken.
Ich schaute den Rest des Arbeitstages immer wieder mal auf mein Smartphone, aber es kam keine Antwort.

Als ich abends zu Hause nach dem Abendessen im Arbeitszimmer noch etwas am PC zu tun hatte, während Svea im Wohnzimmer vor dem Fernseher saß, piepte auf einmal mein Smartphone, eine PN von Carmen! Ich loggte mich sofort am PC in Facebook ein und auf dem Monitor erschien das Chatdialogfenster:


Timo 12:44
Hallo Carmen!

Carmen B. 19:31
Hey hase! Schön das du dioch meldest! ich dajhted schon du hättest meien sms nicjh bekommen


Das fängt doch schon einmal gut an, dachte ich mir!

Anmerkung des Verfassers: Die Tippfehler im Chatprotokoll sind absichtlich, damit es authentisch wirkt.

Peter

Uhrzeit

Nicki Little Offline




Beiträge: 814

03.03.2015 07:18
#4 RE: Story: Das bin ich Zitat · antworten

die tage vergingen, es war nicht immer so einfach mit Carmen Kontakt zu halten. zum Glück schien Seva nicht wirklich Verdacht zu schöpfen. trotzdem hatte ich vorsorglich das Entsperrmuster meines Handys geändert. es war freitag morgen, als Carmen mir eine SMS schickte, in der sie mich aufforderte, meinen Badeanzug unter meine Klamotten zu ziehen. sie schrieb mir, es gäbe eine Überraschung

so ganz habe ich ihren Willen dann doch nicht befolgt, denn erstens wollte ich den Badeanzug, so gerne ich ihn auch trage, nicht den ganzen Tag unter meinen Klamotten trage, zweitens wollte ich nicht, dass es doch noch irgendjemandem auffällt und drittens hatte ich so wie so nicht mehr die Zeit mich noch mal umzuziehen. also hatte ich ihn mir morgens einfach eingesteckt und Nachmittags nach Feierabend schnell unter meine Klamotten gezogen.

eine Überaschung war es in der Tat. ich hatte eigendlich damit gerechnet, dass wir mit Carmen zu ihr nach Hause fahren. aber Pustekuchen, die Fahrt ging zum Hallenbad. - wollte die allen ernstes mit mir und dem Badeanzug schwimmen gehen? na ja, nach dem sie mir also gesagt hatte, dass sie meint, es würde zeit, dass ich mich oute und dass ich in dem Badeanzug gar nicht mal so schlecht aussehe, ließ ich mich schließlich überreden, auch wenn mir ein wenig mulmig wurde dabei.

als ich dann schließlich aus der Dusche kam, überkam mich für einen kleinen Moment der leise Verdacht, dass Carmen und Seva hier gemeinsame sache machten und Seva nun auf mich warten würde. immerhin würde das erklären, warum Seva die letzte Zeit keinerlei Anstalten gemacht hatte, mir irgendwie hinterher zu schnüffeln. andererseits konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, dass Carmen das wirklich bringen würde. nun hatte ich also die Wahl: einen rückzieher machen und ggf. Carmen enttäuschen oder riskieren, dass ich auf eine potenzielle Intrige herein falle.

noch bevor ich mir endgültig einen Ruck geben konnte, tauchte Carmen in der Dusche auf. sie hatte ein dunkelblaues, sportliches Bustiertop mit den obligatorischen 3 Streifen an, dazu trug sie einen leuchtend roten, eher schmal geschnittenen String. das passt ja mal gar nicht zusammen - dachte ich mir aber als Mann hat man ja wohl offensichtlich keine Ahnung, was gerade Trend ist oder so :-) scharf sah es auf jeden Fall aus.

wir sind dann zusammen aus der Dusche gekommen. Zwar hatte ich jetzt nicht mehr die Angst, dass das eine Falle sein könnte, dafür aber plötzlich ein wenig Schiss wie die Anderen reagiren. aber niemand sagte irgendwas. an der Wasserrutsche war ein junger, sehr gut übertrainierter Mann, der mir den Tipp gab, dass so ein hochgeschlossener Badeanzug der Geschwindigkeit eher abträglich sei. Carmen begann zu grinsen. verwies auf ihren schmalen string und sagte: "ist das besser?" als der junge Mann dann sagte, dass es egal sei, weil der Po im Idealfall gar keinen Kontakt mit der Röhre hat, fiel es mir wie schuppen aus den Haaren. den Namen hatte ich vergessen, aber der Typ war wohl mal Geschwindigkeitsrekordhalter im Wasserrutschen. das hatte ich bei Galileo gesehen. drauf angesprochen habe ich in (leider) nicht.

an sonsten verlief der Tag eher ereignislos. bis auf einen etwas übergewichtigen halbstarken, der Carmen allen ernstes fragte, ob sie nichts besseres haben wollte als eine Zitat: "schwulette die die sich nur mit Badeanzug ins Wasser traut" Carmen antwortete darauf nur prompt: "mit deiner figur solltest du jedenfalls hier nicht oben ohne herum laufen. - ich wusste ja, dass Carmen zu weilen etwas gemein werden kann. aber so?? holla die Waldfee. Angst hat es mir nicht gemacht. im Gegenteil, es hat mich etwas erregt.

auf www.kway-nicki.de gibts jetzt Puzzles... viel spass :) - Nicki

Toby Shine ( gelöscht )
Beiträge:

31.03.2015 13:10
#5 RE: Story: Das bin ich Zitat · antworten

Zuerst war mich nicht ganz klar, was es genau war, das mir plötzlich einen Impuls durch den Körper gejagt hatte.

Carmen sah mich an und lächelte. Mein Blick verfing sich in ihren. Ich las in ihren Augen eine Botschaft. Sie hatte Macht, konnte sich durchsetzen, das hatte ich schon lange angenommen. Jetzt hatte sie mir es in aller Öffentlichkeit demonstriert.
Carmen war eine starke Frau.
Doch ich spürte in diesen Augenblick noch mehr als das.

Carmen trat auf mich zu, ohne den Blick abzuwenden.
„Komm, lass uns endlich in den Whirlpool gehen.“
Sie griff meine Hand, hielt sie einen Moment fest und zog mich dann hinter sich her. Deutlicher konnte ihr Interesse an mir nicht sein. Mich beeindruckte Carmens fester Händedruck und ich fragte mich, was sie mit ihren Fingern wohl noch so alles anstellen könnte. Meine Beule im Schritt konnte sicher niemand mehr übersehen. Neben meiner Erregung erfasste mich ein weiteres Gefühl; Vertrauen, mich von Carmen leiten zulassen.

Etwas verlegen sah ich umher, suchte nach Svea.
Erfolglos.
Sie war verschwunden.
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Glänzende Grüße

Toby Shine

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