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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 69 mal aufgerufen
 Off-Topic
Kuschelglanz ( gelöscht )
Beiträge:

01.08.2011 12:17
Das Glück des Bären Zitat · antworten

Hallo zusammen,
ich hab hier mal eine kleine Geschichte für euch gefunden. Ich finde manchmal sollte man die Welt aus einem anderen Blickwinkel sehen.


„Warum sind manche Dinge wie sie sind und warum müssen sich manche schöne Dinge ändern?“, das war jeden Morgen das erste was der Bär dachte. Er war immer als erstes wach, noch bevor es hell wurde und noch bevor der Wecker klingelte. Aber er musste ja auch als erstes wach sein, er musste ja aufpassen. Deshalb schlief er auch immer als letztes ein und auch nur dann, wenn er sicher war das auch alles in Ordnung war. Denn er musste ja aufpassen.

Der Bär saß einsam auf dem Regal. Das Bett des Jungen, seines Jungen, stand an der Wand gegenüber, sodass er ihm beim schlafen zuschauen konnte. Jedes mal wenn er ihn so schlafen sah spürte er einen Stich im Herzen. Wieso musste er nur hier auf dem Regal sitzen? Wieso konnte er nicht wieder bei ihm im Bett sitzen? Oder wie früher bei ihm im Arm liegen? Warum mussten sich manche Dinge ändern?
Sein junge war groß geworden, er war schon fast 14. In dem Alter hatte man natürlich keine Kuscheltiere mehr bei sich im Bett sitzen. Das war uncool, da wurde man ausgelacht. Das wusste der Bär natürlich, dennoch war es ihm unbegreiflich warum es nicht bei seinem Jungen anders sein könnte. Jeden Tag hoffte er am Abend endlich wieder bei seinem Jungen im Bett schlafen zu dürfen. Und gleichzeitig hoffte er nicht wie die andern Kuscheltiere doch noch auf den Dachboden verbannt zu werden. Denn dann hätte er ihm nicht mehr beim schlafen zuschauen und auf ihn aufpassen können.
Oft dachte er an die Zeit zurück als sein Junge noch kleiner war. Damals hatte er in seinen Armen gelegen wenn Mama oder Papa eine Gute-Nacht-Geschichte erzählte. Und wenn das Licht aus ging hatten sie miteinander gekuschelt. Ohne ihn hätte sein Junge niemals einschlafen können. Und am Tag hatten sie dann miteinander gespielt und wenn sein Junge einmal weg fuhr musste er auch immer mit.
Nach und nach war dieser Zauber der Kindheit jedoch verflogen. Zuerst durfte er nicht mehr mit weg fahren und dann spielten sie nur noch ab und zu miteinander. Nachts lag er aber noch immer in den Armen seines Jungen und das machte ihn immer noch zum glücklichsten Bären der Welt. Doch dann kam der Tag an dem die anderen Kuscheltiere in einem Karton auf den Dachboden gebracht wurden, aber er durfte noch bei seinem Jungen im Bett bleiben, auch wenn er nun Nachts nicht mehr in seinen Armen liegen durfte. Als sein Junge dann etwa zehn Jahre alt war wurde er dann auf das Regalbrett gesetzt und seit dem wachte er von dort aus über seinen Jungen.
Auch wenn er dort sehr einsam war und die Erinnerung an die schönen Tage schmerzte würde er immer über seinen Jungen wachen und Tag für Tag darauf warten, dass sein Junge ihn endlich wieder umarmen würde. Wenigstens ein einziges mal.

Es kamen noch viele Tage an denen der Bär einsam und alleine auf dem Regal aufwachte. Dies war keine schöne Zeit für den Bären und einzig und allein der Gedanke er müsse auf seinen Jungen ja aufpassen hielt ihn davon ab Depressiv zu werden. Dieser Gedanke spornte ihn jeden Tag aufs neue an, ebenso wie die Hoffnung am Abend doch wieder bei seinem Jungen im Bett schlafen zu dürfen.
Fast fünf Jahre lang hatte der Bär einsam und alleine auf dem Regal gesessen und von dort aus aufgepasst, als die Nacht kam die alles veränderte. In dieser Nacht konnte der Bär mal wieder überhaupt nicht schlafen und so schaute er die ganze Nacht sehnsüchtig auf seinen Jungen. Und so bekam er auch mit wie ein Gewitter aufzog. Es war ein ziemlich heftiges Gewitter. Es regnete stark, Blitze erhellten den Nachthimmel und nach einem ganz besonders lauten donnern ging plötzlich das Licht an und der Junge holte seinen Bären zu sich ins Bett. In dieser Nacht schlief der Bär endlich wieder glücklich und zufrieden in den Armen seines Jungen ein und so wurde er wieder zum glücklichsten Bären der Welt.

Zum Schluss kann ich euch noch sagen das der Bär nie wieder auf irgend ein Regal verbannt wurde. Auch als sein Junge groß war durfte er immer noch bei ihm im Bett liegen. Und da wird er auch wohl immer bleiben dürfen.

Nicki Little Offline




Beiträge: 814

02.08.2011 05:39
#2 RE: Das Glück des Bären Zitat · antworten

eine sehr schöne geschichte. übrigens mein teddy musste nie aufs regal. auch wenn er heute nicht mehr überall mit hin kommmt... aber seinen platz im bett hat er sicher :)

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